CranioSacrale Therapie


 Ursprung:

Die CranioSacrale Therapie ist eine vergleichsweise junge Therapie. Sie wurde vor dem 2. Weltkrieg in den USA durch William Sutherland begründet und in der Folgezeit (insbesondere ab den 1970ern durch Dr. John E. Upledger) stetig weiterentwickelt. 
Sie ist eine sanfte, manuelle Methode zur Behandlung einer Vielzahl von körperlichen und seelischen Beschwerden.

Einsatzgebiete: 

Bei allen Symptomen, die auf eine mögliche Einschränkung der Funktionsfähigkeit des Nerven- und Hormonsystems zurückgeführt werden können, bietet sich die Überprüfung und Behandlung des CranioSacralen Systems an.
Beispiele dafür sind: 
– Kopfschmerzen und Migräne
– chronische Nacken- und Rückenschmerzen 
– stress- und spannungsbedingte Störungen besonders im Säuglingsalter
– Zustand nach einem Trauma von Gehirn oder Rückenmark
– Störungen in der Funktionsweise des Zentralen Nervensystems oder des Hormonsystems
– Konzentrationsstörungen, Lern-, Sprach-, Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten
– orthopädische Rückenprobleme
– chronische Übermüdung oder Erschöpfung 
– funktionelle Fehlfunktionen des vegetativen Nervensystems
Findet binnen einer angemessenen Zeit keine Besserung der der Behandlungsform eigenen Kriterien statt, ist  eine Weiterführung der CranioSacralen Therapie nicht angezeigt.

 Funktionsweise:

Das Gehirn und, damit verbunden, die im Rückenmark verlaufenden Nervenbahnen sind die Schaltzentrale des Körpers. Beides, Gehirn und Rückenmark, sind von  einer zusammenhängenden Haut umgeben: der Hirnhaut und der Rückenmarkshaut. Man kann sich diese Haut wie einen engen, langen Schlauch vorstellen, die an lediglich ganz wenigen Stellen mit dem Körper fest verbunden ist (am Schädelknochen, dem 2. und 3. Halswirbel und am Steißbein). In diesem Schlauch schwimmen in einer Flüssigkeit, dem sog. Liquor, Gehirn und Rückenmark. Nach außen werden sie von den Schädelknochen und der Wirbelsäule geschützt. 
Gehirn, Rückenmark, Liquor und der sie umfassende Schlauch stellen das CranioSacrale System dar.
Dieses System ist extrem sensibel, da es eine unmittelbare Verbindung zum Nerven- und Hormonsystem hat. Es gerät unter bestimmten Umständen aus seiner Balance, beispielsweise durch einen starken, physischen Impuls auf seine “Aufhänge-Punkte” (z. B. Sturz auf das Steißbein oder den Schädel). 
Je nach Schwere dieser Dysbalance können sich die unter 2) genannten Beschwerden zeigen.